Donnerstag, 4. Juli 2013

Schweden (Lappland/Västerbotten) 25. Mai - 20. Juni 2013

 
 
Mit dabei: Ich und mein Mann und unsere Sibirische - Katze Natasha
 
 
Am 25. Mai sind wir hier um 07.00 Uhr gut gelaunt abgefahren.
Leider habe ich einen schwerwiegenden Fehler begangen:
Ich habe Natasha Leckerli gefüttert die sie nicht verdauen konnte und die schon lang lange über dem Datum waren.
Kaum sind wir ein paar Km gefahren hat sie das erste mal erbrochen.
Im laufe des Tages hat sie dann noch ca. dreimal erbrochen.
 
Wir haben Natasha`s Deckchen provisorisch mit Mineralwasser geputzt, da wir kein Wasser dabei hatten.
 
 
In der Nähe von Kassel auf dem Campingplatz Seepark Northeim haben wir die erste Nacht verbracht. Es hat geregnet und es war 6°
Am Campingplatz war grossartig angeschrieben dass man für 10 Euro draussen auf dem Platz übernachten kann. Dass dazu noch Strom 4 Euro, Sanitärbenützung 3 Euro und einen Rundungsposten (was auch immer das ist) von 2 Euro auf die Rechnung kamen, das rundete diesen verregneten und verkot....n Tag ab. 19 Euro VOR dem Campingplatz. Na toll!!
 

 
 
Nur gut hatte ich Fencheltee mit, den habe ich dann der Katze gekocht. Und sie hat ihn sogar gerne genommen.
 
 
Natasha geht's schon wieder besser. Sie sitzt am Fenster und beobachtet die Regentropfen draussen.
 
Am nächsten Morgen sind wir um 07.30 Uhr los gefahren.
Um 12.30 Uhr haben wir auf dem Rastplatz Holmmoor in der Nähe von Hamburg eine rast eingelegt. Es ist 14° und leichter Nieselregen.
 
 
 
In Dänemark auf dem Camping Kollund in Krusa haben wir übernachtet.
Es ist 22° und leicht bewölkt.
 
Die Katze hat am Abend, vier Stunden nach Ankunft nochmals erbrochen.
Es geht ihr aber daneben gut und war nie gestresst.
 
 
Hier ist Natasha in Action.
 
Am nächsten morgen sind wir wieder um 07.30 Uhr weiter.
In der Nacht hat es geregnet. Am Morgen war trocken bei 12°
 
Wir sind über diverse Brücken gefahren, da wir über Dänemark angereist sind.
Die Route ohne Fähre.
 

Stoerebeltbrücke
 
 

Öresundbrücke

Das Wetter in Dänemark war eigentlich schön und sonnig bei ca. 21°
 
 
Um 15.00 Uhr sind wir in Markaryd auf dem Camping Sjötorpet angekommen (die Kücheneinrichtung auf diesem Platz war sowas von schmuddelig! Backofen dreckig. Die Küchengeräte alle fettig und der Boden klebt).
 
Endlich Schweden!
 
 
Vor lauter Freude dass wir in Schweden sind, haben wir zwei Nächte gebucht und bezahlt.
Am anderen Tag haben wir aber festgestellt dass der Camping eigentlich gar nicht unser Ding war.
Zu nahe an der Stadt und ausserdem wollten wir endlich nach Lappland. So sind wir trotzdem weitergefahren, haben halt eine Nacht zuviel bezahlt.
 
In Schweden war 18° und bewölkt.
 
Am anderen Tag sind wir um 08.00 Uhr abgefahren. In Jönköping haben wir gerastet. In Norköpping haben wir gegessen. 25° und Sonne pur!
 
Rast zwischen Lastwagen.
 
 
 Und sowas futtern wir meistens wenn wir unterwegs essen.
Im Wohnwagen hinten stelle ich schnell was aus dem Kühli zusammen, während dem Tony vorn im Auto bei der Katze bleibt und sie mit Leckerli füttert.
 

 Langsam gegen Norden
 
In Uppsala haben wir dann den Campingplatz nicht gefunden, den wir uns eigentlich rausgesucht haben. Völlig entnervt sind wir dann weiter gefahren.
Die Katze fährt an diesem Tag über 10 Stunden. Sie nimmts gelassen.
 
In Älvkarleby sind wir dann auf  einen superschönen CP.
Als wir ankamen war die Schranke geschlossen, darum haben wir dem WW draussen auf dem Platz hingestellt. Später als dann der Platzwart kam, empfing der uns sehr nett. Wir mussten nichts bezahlen für diese eine Nacht, ja durften sogar alle Einrichtungen gratis benützen.
Der CP liegt in der Nähe von Uppsala odr Gävle.
 

 Hinten im WW gab es eine Überraschung:
Die Ablaufrohre haben sich irgendwie verschoben und darum war es da nass. Jedenfalls mussten wir alles ausräumen und Tony hats dann geflickt.
 
 Natasha hat auch wieder viel zu sehen.
 
Und ja!!! Hier bäckt GOTT Brot!! *laaaach*
(gut gebackenes Brot....so ungefähr).
 
Am anderen Tag dann endlich Lappland!
Wir sind wieder mehr als 10 Stunden gefahren. Natasha hat das locker weggesteckt.
Es waren 25°
Eigentlich wollten wir durchfahren bis Blattnicksele, doch Tony war müde und das schlechte Gewissen meldete sich auch wegen Natasha. Obwohl - die schlief meistens. Meist jammert sie am Anfang ein bisschen und danach hat sie meistens geschlafen oder sie hat durch die Landschaft geguckt.
 
So sind wir in dieser Nacht in Vilhelmina auf dem CP Saiva übernachtet.
 
 
 


 Zum CP Saiva kann man nix Negatives sagen. Doch etwas ausserorts wäre ein noch viel schönerer CP gewesen. Richtig toll am Fluss. Das nächste Mal werden wir dann diesen aufsuchen.
 
 
 So wurde jeweils Natasha vom Auto zum WW transportiert ;)
 
Auch die ersten Rentiere liessen sich blicken.
Wir sind tatsächlich in Lappland angekommen ♥
 
 
30. Mai, Donnerstag:
 
Da wir nur noch wenig zu fahren hatten bis zu unserem ersten Ziel, sind wir erst um 08.30 Uhr abgefahren. Und das bei 22° und Sonne pur!!
Um 11.00 Uhr sind wir in Blattnicksele auf dem CP Sandsjögarden angekommen.
Unsere Gastgeber Caro und Dani sind ausgewanderte Schweizer.
Ihr Campingplatz ist einfach eingerichtet, aber sehr schön gelegen und ausserdem sind die zwei sehr symphatisch und zuvorkommend.  
Einzelner Bericht folgt noch .
 



 

 

 
Wir durften den Wohnwagen im Schatten bei den Stugas hinstellen. So konnten wir uns auch mal ein paar Stunden vom Platz entfernen ohne dass Natasha in der Sonne stand.
 

 

Bei Dani und Caro leben viele Schlittenhunde.
Hier die Anlage.
 
1. - 9. Juni:
 
Eigentlich wäre unser Ziel ja Jokkmokk gewesen.
EIGENTLICH!!
Kurzfristig haben wir uns dann aber entschlossen in Blattnicksele zu bleiben, denn erstens stand da unser WW am Schatten, waren die Gastgeber total lieb, hat uns die Gegend sehr gefallen und der Katze war es auch sehr wohl dort. Sie hatte ihren Balkon den sie oft benutzte und sie war dort irgendwie  Zuhause.
Da haben wir beschlossen dass wir nach Jokkmokk einen Tagesausflug machen. Auf dem Weg dorthin lag ja auch der Polarkreis. Es hat sich aber herausgestellt dass sich die 480 km (hin und zurück) nicht wirklich gelohnt haben. Nun okay, wir waren jetzt mal am Polarkreis und die Gegend war ja auch schön. Jokkmokk ist aber nichts besonderes. Man müsste wohl im Februar zum grossen Markt der Samen, der jedes Jahr dort statt findet.
In Blattnicksele waren wir oft am Fluss Jukton. Tony am fischen und ich am Elchen (Elche beobachten). Oder wir sind zusammen durch die Wälder gestreift. Oder haben einen Ausflug nach Ammernäs gemacht zu den Vindelfjällen.
Ausserdem liegt der CP am Sandsjön, einem wunderschönen See. Und wir hatten ja das Boot mit.
 
 So haben wir also gestanden.


Manchmal haben wir auch Wanderhose mit schöneren Kleidern getauscht ;)
 
 
 Ein paar mal haben wir uns von Caro lecker bekochen lassen.
Hier hat Tony Rentier gegessen und ich Lachs. 
 
 
 
 Meistens haben wir aber im WW gekocht.
Hier habe ich stromsparend Kartoffeln (in Schweden gibt's die besten Kartoffeln) und Eier gekocht.
 
 
 
 Im neuen WW gibt's nun einen Backofen, den musste ich unbedingt ausgiebig testen.
Hier Lachs mit Lauch und Creme-Fraiche-Sauce.
 
 
 Meistens haben wir draussen zu Mittag gegessen, da wir ja eigentlich immer unterwegs waren.
Hier essen wir irgendwo an einem Rastplatz. Am Rastplatz gab es auch eine Toilette, so wie eigentlich überall in Schweden an diesen Plätzen. Die Toiletten sind immer ganz einfache "Waldtoiletten" die aber völlig ausreichend waren und eine gute Alternative zur Freilufttoilette.
 
 
Ich habe mir extra eine Dose gekauft, damit ich den Kartoffelsalat mitnehmen konnte. Den Salat habe ich selber gemacht mit den besten Kartoffeln von ganz Europa. Wir waren süchtig nach denen!
Was ich dann im Kühli fand, das kam dann mit rein in den Kartoffelsalat.
 
 
Jukton - der wilde Fluss in der Region Blattnicksele:
 
Tony hat sich eine Fiskkart für ein Jahr gekauft.
Ab einer Woche lohnt sich das. Preis: 500 SKronen. Ca. 72 Franken oder ca. 50 Euro.
 
Am Jukton gibt's an vielen Stellen diese Fischerplätze, die der Fischerverein vor Ort pflegt.
Dort gibt's meistens ein gedeckter Grillplatz (Häuschen), ein einfaches Klo und jede Menge Holz.
Die sind dann auch angeschrieben. Und zwar gibt's diese Plätze an beiden Seiten des Flusses.
Mit der Karte kann man aber am ganzen Jukton fischen und auch am Sandsjön (sjön=See).
 
 Mit schönen Holzschildern sind die Fischerplätze angeschrieben.
 
 
 
 
Die Feuerstelle
 
 
Das Klo
 
 
 Das Klo innen. Wer zuerst die Mücken raustreibt und erst dann die Türe schliesst, hat es einfacher und vor allem komfortabler ;)
 

 Tony, weit weit unten am fischen.
 
 
 Der wilde Jukton hat es uns angetan. Wir verweilen sehr oft an seinem Ufer.
 
 
 Des Anglers Stolz.
 

Wenn das Fernsehprogramm zweckentfremdet wird.... dann ist man in Schweden.
 
 
 
 Abends wurde oft gegrillt.


Tony verarbeitet die Fische zu Filets, die wir vacumieren wollten.
 
 
 

Oder der Fisch wurde einvacumiert, denn ich habe in weiser Voraussicht das Vacumiergerät mitgenommen.
 
 
 
 
 
Während dem Tony gefischt hat, war ich oft unterwegs im Wald und am Fluss. Selbstverständlich mit Fotokamera.
 
 
 





 

 

 Dann habe ich Bärenkot gefunden! Den Bären dazu habe ich leider nicht gesichtet.
Noch zum GPS: Ich habe ja extra ein Outdoor-GPS gekauft.  In Schweden im Wald, ohne Weg, tief drinnen, da kann man es aber nicht brauchen. Man sieht zwar ungefähr von wo man gekommen ist, aber leider nicht auf den Meter genau. Es kann aber fatal sein wenn du einen falschen Schritt machst, denn oft ist da überall Moor und es gibt meistens nur schmale Stellen die man betreten kann. Ausserdem war da plötzlich ein Bach *hüstel* 
Mein Tipp also für Västerbotten/Lappland-Wanderer: Schau dass du auf einem Weg bleibst, auch wenn es nur ein schmaler "Elchweg" ist. Bekennzeichne mit Aestchen, Steine u.s.w. die Wegabbiegungen. Benütze dafür nur Sachen die du in der Natur findest. Breche keine Aeste ab! Nimm dein GPS mit, aber verlasse dich nicht darauf! Achte darauf dass die Akkus geladen sind! Mit dem GPS kann man sehr gut das Gelände anpeilen und kann die Bodenbeschaffenheit (Moor, Waldboden, Wiese....) prüfen. Diese sind ziemlich genau und ist im Moorgebiet (Lappland ist ein riesiges Moorgebiet) sehr nützlich. Du kannst auch Entfernungen messen damit.
 
 
 Wenn man genau hinschaut, dann findet man viele Tiere.
 
 

 Diesen Elch, ein Jungbulle vom letzten Jahr, haben wir am Jukton getroffen.
Die Elchkühe stossen die Jungtiere meistens im Mai/Juni wenn die nächsten Jungen geboren werden, ab. Die müssen sich dann selber zurecht finden. Oft irren sie erst ein paar Tage durch die Wälder, bis sie sich dann damit abgefunden haben und ansässig werden. Es sind auch oft genau diese Tiere die überfahren werden.
 
 
 Moose, Flechten ... typisch Schweden.
 
 
Und eines Tages konnte ich am Morgen nicht mehr auf mein rechtes Bein stehen, da mein Knie so sehr schmerzte. Ich habe wohl ein bisschen übertrieben mit meinen Ausflügen (zu fotozwecken *lach*). Also musste ich zwei Tage mein Knie schonen. Zusammen mit Schmerztabletten habe ich das so wieder auskuriert.
 
Naja, dann wird halt gelesen *langweilig in die Welt raus guck*
Die Jacken hatten wir übrigens meistens über, weil da so viel Mücken waren, nicht weil es kalt war.
 
 
 
Und vor lauter Langeweile habe ich dann die Kleininsekten fotografiert. Hier eine kleine Spinne, die trotz verschieben des Stuhls, mein Bein immer wieder erklimmt hat. Sie hätte einen Orden verdient!
Ich weiss nicht wie man sie nennt, aber für mich ist es die Erbsenspinne.
 
 
Wir sind dann auch nach Ammarnäs.
Ins Naturreservat Vindelfjällen.
Das würde ich jedem empfehlen der in der Region Västerbotten verweilt.
Die Vindelfjällen sind sanft verlaufende Berge. Wir waren nur am Rand, waren aber schwer beeindruckt.
 







Wir wanderten gut zwei Stunden im Gebiet, meist über solche Holzlatten - (Roste).
An diesem Tag war sehr heiss! Obwohl wir im Wald waren, schwitzten wir bei ca. 30°
 



 
 
 Ausflug nach Jokkmokk und an den Polarkreis.
 
Wie also schon weiter oben erwähnt, sind wir nach Jokkmokk, und zwar ohne WW.
Landschaftlich sah es toll aus, aber wettertechnisch  war es eher schlecht. Geregnet hat es zwar erst am Abend, was einen Wettersturz zur Folge hatte: 8°
 



 Am Polarkreis (ein paar km vor Jokkmokk), war der Souvenirshop geschlossen. Naja, wir waren mal da ... wenigstens das.
 
 
 
 In Jokkmokk sind wir dann nicht mal mehr aus dem Auto gestiegen.
Auf dem Rückweg waren wir aber noch ein bisschen in den Wäldern, trotz des bewölkten Himmels und der schwarzen Wolken. Kaum wieder im Auto, hat es auch schon angefangen zu schütten.
 
 
Am 10. Juni hiess es dann Abschied nehmen am schönen Sandsjön.
Unser Boot haben wir natürlich auch ein paar Mal benützt und wurde jetzt wieder aufs Autodach verladen.
 
 


 
 
Um 09. 30 Uhr sind wir dann losgefahren und wollten lediglich eine kurze Etappe bis Östersund fahren. Da wir aber gerne zum Sanfjället Naturschutzgebiet wollten, sind wir dann letztendlich doch viel weiter gefahren. Wir sind nach Jämtland zum Vemdalens Camping in Vemdalen.
Vemdalen ist ein Winter-Touristenort. Das Klima dort ist sehr rauh und es war nur 12° als wir angekommen sind. Überall liegen noch Schneeresten.
Natasha hat die ersten 2,5 Stunden nur gejammert, danach war sie aber schön still.
 
 





Sanfjället Nationalpark
 
Im Nationalpark leben eine Gruppe Bären von ca. 25 Tieren.
In der Mitte des Parkes steht der Sanfjället.
Eine wunderschöne Gegend, die ich sehr empfehle.
 

 Schon die Fahrt zum Sanfjället ist herrlich!
 
 
 Da wir das Schiffchen nicht abgeladen haben, musste es mit. Es ein bisschen kurios aus, so vor dem Berg.
 

 Wir wollten zum Berg rauf. Je höher wir kamen, je kühler wurde es, trotz wunderschönem Wetter!
 
 


 Nicht mehr weit, bis zur Bergspitze rauf.
 
 
 Dann endlich geschafft.
Ein wunderschöner Ausblick bot sich uns.
Man sieht die Berge vom hohen Norden und auf der anderen Seite sieht man bis nach Norwegen.
 
 Einfach traumhaft!
 
 
 Auf dem Berg oben entdeckte Tony plötzlich zwei Moor-Schneehühner.
Oben das männliche Tier und unten das weibliche Tier.
 Die hatten auch gar keine Angst und wir konnten sie in völliger Ruhe fotografieren.
 
 
Nach unserer Bergwanderung sind wir noch ein bisschen unten im Tal gewandert.
Leider haben wir nur wieder Bärenkot gefunden. Ich erspare euch jetzt das Bildchen *lach*
 


 
 
Am 12. Juni sind wir 500 km Richtung Süden gefahren.
Ungefähr in Lyrestad haben wir einen CP gesucht und auch gefunden. Direkt an der Strasse liegt der Askevikscamping. Nicht wirklich schön, etwa so wie an einem Rastplatz der Autobahn. Immerhin war er schön und direkt am Vännernsee. Ja, wir waren wieder im Süden, man hat es gespürt; Die Menschen waren wieder am hetzen und Geld scheffeln, es hatte wieder viel mehr Verkehr auf der Strasse und an den Seeufern wird gebaut und schnell was aufgestellt. Es ist nun einmal so: Wer mal im Norden war, dem fallen grosse Unterschiede auf.
 
Nun waren wir also auf diesem Platz, der nicht ausserordentlich günstig war.
Die Sanitäranlagen aber ausserordentlich schmutzig. Und wenn ich Schmutz schreibe, dann weiss wer mich kennt, dass es wirklich SCHMUTZ war. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Da waren eklige braune Ränder um den Duschablauf, die Brause und die Batterien waren sowas von igitt und eine dicke Schicht Kalk! Auf der Toilette dasselbe Bild.... ich möchte jetzt gar nicht erwähnen was da an den Wänden klebte!
Nö, DA wollte ich nicht duschen, da kann es aussen rum noch so schön sein und ein pingelig gemähter Rasen vorweisen.
 
Wir haben dann trotzdem noch den Grill angeworfen und uns Hechtfilet und Roggenschrotburger gegrillt. Und das war sehr lecker!
Und mit "äktem Majonäs" doppelt lecker!
 
Da wir noch nach Löckna am Bolmensee wollten (da waren wir schon vor zwei Jahren), sind wir also früh wieder los am anderen Morgen. Und gegen Mittag waren wir auch schon dort.
Wir sind drei Nächte in Löckna geblieben.
(manchmal schreibt man Löckna und manchmal Lökna, man nimmt das nicht so genau mit der Rechtschreibung *lach*).
 

 Das Wetter in Löckna sah dann erst mal so aus.
 
Und der Wohnwagen auch dem entsprechend.
 
 
 In der Gegend haben wir wieder einen Jungbullen gesichtet. Der war ja sowas von neugierig!
Tony konnte das Auto wenden, dann bin ich ausgestiegen. Danach hatte ich noch Zeit um das Objektiv hinten aus der Tasche zu kramen und es aufzusetzen.
WUNDERSCHÖN!
 

 Tony hat nochmals am Bolmensee geangelt.
Der Bolmensee ist der zehntgrösste See in Schweden.
Und ich war wieder im Wald unterwegs.
 
Was ich aber da antraf hat mir die Sprache verschlagen!
Überall wird gebaut, umgeackert und Bäume entfernt, ja ganze Waldgürtel "abgehackt". Man hat Bäche umgeleitet und Holzstege gebaut, hat Wege gerade gemacht und überall Häuser. Ich habe KEINEN einzigen Elchkot gefunden! Die waren alle weg.
Ich konnte das nicht fassen, war einfach nur traurig.
Was sich der Mensch an der Natur ausnimmt, das ist unfassbar!
 
 
Nur noch an wenigen Stellen sieht es so aus.
 
Dann haben wir noch das Naturreservat Rocknen in Asen besucht.
Da war wenigstens die Natur noch heil.
 




 Spuren der Wildschweine.
 
 
Natasha hat sich wohl gefühlt.
Die hat unterwegs nicht mal mehr gemaunzt. Null Stress, trotz der Holperstrassen.
Bravo Natasha!
 
 
 
Am 18. Juni um 08.15 Uhr sind wir von Löckna abgefahren.
 
Wir sind über die Öresundbrücke zurück.



 
Und hier stechen wir gerade in die Tiefe des Meeres.





Und hier in den Schlund der Fähre mit der wir von Rodby nach Puttgarden gefahren wind.

 Natasha mussten wir im Auto lassen. Das ging aber sehr gut.
 
 



 
Um 15.30 Uhr sind wir auf dem CP Klausdorfer Strand in Fehmarn angekommen.
Ein wunderschöner Platz mit netten Wirtsleuten.
 




 
 
 
 
Am letzten Tag sind wir dann um 07.45 Uhr abgefahren und um 15. 30 Uhr auf dem CP Steinrodsee in Gräfenhausen (Region Frankfurt) angekommen.
Es war sehr heiss draussen, aber im gekühlten Auto war es auszuhalten.
Als wir am CP eintrafen war 38°
Wir mussten Natasha aus dem kühlen Auto in den heissen WW (40°) bringen.
Es wehte kein Lüftchen, wir hatten keine Chance auf Kühlung trotz der offenen Fenster.
Es war mit Sicherheit die stressigste Stunde für Natasha vom ganzen Urlaub.
 
 

Natasha fand es auch viel zu heiss.
 
Am anderen Tag sind wir dann am Nachmittag nach Hause gekommen.
Schweden wir kommen wieder!
 


Kommentare:

Caravanfan hat gesagt…

Danke Schatzi für den schönen Bericht, freue mich schon auf nächstes Jahr wenn wir wieder losfahren :-)

Jules Blog hat gesagt…

Suuuuuuuuuuper, einfach nur toll, Eure Reise. Wunderschöne Landschaft. Und toll, dass Euer Stubentiger alles gut überstanden hat.
Liebe Grüße Jutta

Anke hat gesagt…

Euer Reisebericht liest sich sehr schön. Gut, dass alles gut geklappt hat und der Urlaub auch für die Katze Urlaub war. ;-)

LG Anke

Anonym hat gesagt…

Super Bericht aus einen schönen Land. Vielen Dank dafür Gruss Nordi

Balduin der Beduin hat gesagt…

Ein absolut toller Reisebericht, mit schönen Erlebnissen und klasse Bildern.
Für die Katz war der Urlaub auch..;-)
Nun genießt mal noch die Erinnerungen an euren wunderbaren Urlaub.
LG
Anja

Andreas Bunkus hat gesagt…

Schöner bericht! Seid ihr sicher, dass die Leute in Småland am See Bolmen nicht einfach die Spuren des Orkans Gudrun beseitigt haben, der 2008 dort wütetet?