Sonntag, 19. Juni 2011

Urlaub in Schweden 2.Teil

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29. Mai
Von Vimmerby zogen wir weiter an die Ostküste nach Oknö bei Mönsteras. Oknö liegt auf einer Halbinsel gegenüber von der Insel Öland. Wir steuerten dort den Regenbogencamp an. Ich hatte schon einiges (negatives) über dies Campingkette gelesen und war dementsprechend gespannt was uns erwartet. Zum Campingplatz kann ich sagen: Wunderschöne Lage mit Meersicht, grosse Stellplätze saubere Sanitäranlage, freundliches Personal und an der Reception sogar deutsch sprechend. Dass die Dame am Empfang zum Personalien aufnehmen eine halbe Stunde am PC brauchte und immer wieder Hilfe holen musste rechnen wir sicher nicht an. Sie hatte ihren ersten Arbeitstag dort und wir hatten Urlaub :-) was mir nicht so gut gefiel, war dass man sich den Stellplatz an der Reception anhand eines Lageplanes den Platz aussuchen muss und erst dann den Platz betreten darf. Der Stellplatz war dann aber echt toll.




Wir genossen das schöne und warme Wetter am Meer mit der prächtigen Aussicht. In der Ferne konnten wir Öland erkennen. Die vielen Wasservögel machten lautstark auf sich aufmerksam.






30. Mai
Wir machten einen Ausflug in der weiteren Umgebung und fanden so die kleine Ortschaft Pataholm welche am Meer gelegen ist. Der Ort erscheint wie im Märchen mit wunderschönen Holzhäuser, und vor der Küste im Meer draussen viele kleine Inseln.



31. Mai
An diesem Tag steuerten wir (nachträglich gesehen) dem Höhepunkt unserer Reise zu. Ich gab im Navigerät die Koordinaten des Vildmarkscamping bei Hätteboda ein. Der Platz war in einer Broschüre als "wild und einsam" bezeichnet worden. Also lies ich mich vom Navi den Weg zeigen. Als ich aufgefordert wurde links in eine schmale Naturstrasse abzubiegen war ich skeptisch aber gehorchte der weiblichen Stimme ;-)  Die Naturstrasse wurde zum Naturweg und immer enger der Wohnwagen streifte schon Gebüsch und Äste da war mir klar dass wir nicht mehr weit kommen werden. Zum Glück trafen wir auf eine etwas grössere Waldkreuzung und dort wendeten wir unser Gespann.
Hier bei einem Zwischenhalt auf der Landstrasse

Hier wird gewendet, der Weg war mit dem Gespann zu eng



Also liess ich mir von der Dame im Navi einen anderen Weg zeigen und als dann die Wegweiser zum Camping auftauchten war klar: Jetzt kommts gut. Allerding gings auch hier auf einem ausgeschlagenen Natur/Waldweg war aber gerade breit genug für den Wohni. Auch mit einem 2,5 Meter breiten Wagen käme man durch, sofern die Kurven voll ausgefahren werden. So manövrierten wir 6km durch den Wald, nicht viel schneller als im Schritttempo weil es doch arge Schlaglöcher hatte. Wir waren froh dass immer wieder Wegweiser kamen und wir so wussten dass wir noch auf dem richtigen Weg waren. Wenn auch ein wenig mühsam war diese Anfahrt allein sagenhaft schön.



An der Reception angekommen mussten wir uns erst mal über den ungewöhnlichen und unglaublich schönen Platz orientieren

Die Türen waren alle offen und der Besitzer kommt immer am Morgen und Abend vorbei. Den Stellplatz kann man sich aussuchen was aber gar nicht so einfach ist. Das Gelände erstreckt sich über 80ha und ein Geländeteil ist 800m weiter entfernt. Auch sind die Stellplätze nicht sofort als solche erkennbar denn sie sind weit auseinander angeordnet so hat jeder viel Natur um sich. Überhaupt hat man den Eindruck man sei am Wildcampen. Als wir dort waren stand nur ein kleines Zelt. Wir entschieden uns für den Geländeteil "Outback" 900m von der Reception entfernt.
Hier die Anfahrt zum Stellplatz


so standen wir und ich frage: Ist ein solcher Stellplatz noch zu toppen? (Anklicken zum vergrössern)


weitere Bilder vom Platz




Das Platzeigentümerehepaar sind erstaunliche Menschen. weitgereist, naturverbunden und sehr freundlich. Sie sprechen übrigen deutsch und erzählten uns viel wissenswertes. Bewusst ist auf dem Platz kein Strom vorhanden (für Licht und Wasserpumpe sowie WC-Spülung haben wir ja eine Batterie an Bord) als Sanitär dienen auf dem Gelände verteilte Plumpsklo mit einer tiefen Fäkalgrube (es stinkt nicht) täglich werden die Wasserbehälter beim Klohäuschen gefüllt dass man sich die Hände waschen kann. Es gibt ein zentrales offenes Küchenhaus mit Koch- und Abwaschgelegenheit. (Gas ist vorhanden) Wasser kommt aus einem grossen Tank welcher mit einer Handpumpe gefüllt werden kann. Als Dusche dient ein Duschsack dessen Wasser mit Gas erwärmt werden kann. Primitiv? Keineswegs! Einfach Camping pur in und mit der Natur.
Holz für die vorhandenen Grillstellen gibts genug, Säge und Axt ist vorhanden. Ausserdem können für wenig Geld Kanus und Boote gemietet werden. Eine neue Sauna auf einem Floss gibt es auch
Wer interessiert ist kann die Homepage anschauen. Dort gibt es viele Infos zur Philosophie der Besitzer Der Tag der Abreise nahte und Dany wollte noch eine Flossfahrt auf ein Inselchen machen. Am liebsten wollte sie dort bleiben aber ich befürchtete dass das Gas knapp wird weil wir unseren Kühler anstatt mit Strom eben mit Gas betreiben mussten. Im nachhinein bereue auch ich dass wir nicht länger dort blieben.
Sicher suchen wir den Platz wieder mal auf.
Übrigens: Akkus (Handy, Fotoapparat usw) können beim Wohnhaus des Platzbesitzers geladen werden.

Reisebericht Teil3  folgt

Kommentare:

Anke hat gesagt…

Euer Stellplatz war ja wirklich genial. Da geht einem das Herz auf. Soviel Natur, und nur für euch ;-)
Aber schön, dass es das so genießen konntet. Manch' andere Camper hätten vielleicht kritisiert, dass es 'heutzutage' noch Plätze ohne Strom gibt.
Ich habe die Fotos jetzt schon zum 4. Mal hoch- und runtergescrollt ;-))) Herrlich!!!

Liebe Grüße, Anke

Anonym hat gesagt…

Ein wunderschöner Bericht und so viele herrliche Fotos - vielen Dank dafür.

Liebe Grüße von Mia

bastelfee hat gesagt…

ein toller Reisebericht, ich habe ihn richtig mit Spannung gelesen, ich freue mich schon auf den 3.Teil.
LG Petra

Sonja`s Gestricksel hat gesagt…

Einfach märchenhafte Bilder und die Rezeption ist sowas von traumhaft!
Grüessli Sonja

Werner Tschaggelar hat gesagt…

Wirklich tolle Ferien in superschöner Umgebung! Hast Du das Bier geschmuggelt, das soll dort doch extrem teuer sein?

Bis bald und LG
Werner

Sara hat gesagt…

Was für eine schöne Naturlandschaft ihr da entdeckt habt! Vildmarkscamping scheint euch wirklich FERIEN geboten zu haben, ab von der Zivilisation, weder Strom noch fliessendes Wasser - sicher sehr erholsam zur Abwechslung.

Bin schon ganz gespannt auf den 3. Teil :)

Viele liebe Grüsse, Sara

evasan hat gesagt…

Also schöner geht´s echt nimmer. Das würde mir auch sehr gut gefallen.
Allerliebste Grüße
Eva